BUCH I Dalai Lama

In diesem Jahr wird der Dalai Lama 90 Jahre alt. Das ist ein Alter, in dem man sich schon mal Gedanken über seine Nachfolge machen kann. Das tat der 14. Panchai in einem Buch, das in diesen Tagen auch in Deutsch erschienen ist. Es trägt den Titel „Eine Stimme für die Entrechteten.“ Das Buch ist eine Mischung aus Autobiographie, Gedankensammlung und politischem Testament. Besonders ein Satz erregte Aufsehen und Ärger in China: „Da der Zweck der Reinkarnation darin besteht, das Werk ihres Vorgängers fortzuführen, wird der neue Dalai Lama in der freien Welt geboren werden.“  Der Begriff „freie Welt“ bedeutet also nicht in China. China, das den aktuellem Dalai Lama als Separatisten bezeichnet, reagierte prompt: Außenamtssprecherin Mao Ning: „Die Reinkarantion lebender Buddhas, einschließlich des Dalai Lama, muss den chinesischen Gesetzen und Vorschriften entsprechen.“ Um seinen 90. Geburtstag im Juli herum will sich der Dalai Lama konkreter zu den Nachfolgeplänen äußern.

Info:

Dalai Lama: „Eine Stimme für die Entrechteten“, HarperCollins, 288 Seiten, 24 Euro.

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